News

KVVIntranetKVGPresse

Die lokale Alternative zum DeutschlandTicket

Mit dem MieterTicket-1889 preisgünstig und umweltfreundlich in ganz Nordhessen unterwegs

Das DeutschlandTicket als Abo für monatlich 49 Euro ist seit Wochen in aller Munde und soll anfangs 2023 als ÖPNV-Flatrate für Jedermann angeboten werden.

Bereits jetzt ist für Mieterinnen und Mieter der Vereinigte Wohnstätten 1889 e.G. umweltfreundliche Mobilität einfach und preisgünstig möglich, denn zum 1. November 2022 ist das Projekt MieterTicket-1889 in seine Pilotphase gestartet.

Im Rahmen des vom Land Hessen geförderten Projekts haben die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) und die Vereinigte Wohnstätten 1889 gemeinsam das erste Mieterticket in Nordhessen entwickelt. Die Wohnungsbaugenossenschaft 1889 vermietet 4.500 Wohnungen an den Standorten Kassel, Fuldatal-Ihringshausen, Bad Wildungen und Waldeck. Ihre Mieterinnen und Mieter können mit dem neuen Mieterticket in ganz Nordhessen Bus und Bahn fahren – für 50 Euro im Monat. Möglich wird dieser günstige Preis, weil die drei Partner einen Zuschuss auf den Ticketpreis gewähren – und schon nach wenigen Tagen sind mehr als hundert Bestellungen bei der KVG eingegangen.

Neben der Nutzung von Bussen und Bahnen im gesamten NVV-Gebiet sind im Ticket Vergünstigungen bei den Carsharing-Anbietern Scouter und Stattauto Kassel sowie dem Fahrradverleihsystem Nextbike enthalten.

Das MieterTicket gibt es als Jahresabo, es ist personengebunden und damit im Gegensatz zu anderen Abos im NVV nicht übertragbar. Im Rahmen der üblichen Mitnahmeregelungen des NVV-Tarifs dürfen beliebig viele Kinder bis zum Alter von 7 Jahren kostenlos mitgenommen werden. An Werktagen ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen fahren darüber hinaus ein weiterer Erwachsener und alle zum Haushalt gehörenden Kinder unter 18 Jahren kostenlos mit.

Wer sich also für das MieterTicket-1889 entscheidet hat die o.g. Vorteile im Vergleich zum Deutschlandticket – ein späterer Wechsel in diese kommende Tarifart ist jedoch jederzeit problemlos möglich.

Mit ihrem Engagement wollen die Partner ein Zeichen für umweltfreundliche und klimaschonende Mobilität setzen und in Zeiten steigender Energiepreise eine weitere attraktive und preisgünstige Alternative zum eigenen Auto anbieten. Auch Aspekte wie Freiflächengestaltung und Schaffung neuer städtebaulicher Strukturen stehen im Blickfeld. So kann das Ticket ein eigenes Auto ersetzen und Flächen, die nicht mehr für Parkplätze gebraucht werden, können den Menschen als Lebensraum zurückgegeben werden.

„Wir freuen uns, dass wir dieses attraktive Angebot für unsere Mieterinnen und Mieter zusammen mit unseren Partnern auf den Weg bringen konnten“, sagt Uwe Flotho, Vorstand der Vereinigte Wohnstätten 1889 e.G. „Wir hoffen auch, damit einen Anstoß zu geben, dass ähnliche Projekte bei anderen Unternehmen der Wohnungswirtschaft verwirklicht werden – insbesondere wenn lokale Vorteile im Vergleich zum kommenden DeutschlandTicket überwiegen.“

„Wir gratulieren der Vereinigten Wohnstätten 1889 zu diesem innovativen Schritt“, bedankt sich KVG-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck für die engagierte Zusammenarbeit. „Mobil zu sein mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutet aktiven Klimaschutz und damit einen Beitrag zur Erhaltung unser aller Lebensqualität. Angesichts von Inflation und hohen Kosten für den Pkw schont das Fahren mit Bus und Bahn darüber hinaus die Finanzen jedes Einzelnen. Auch das ist, gerade jetzt, ein gewichtiges Argument für den Umstieg in den ÖPNV.“

„Wie das kommende DeutschlandTicket im Allgemeinen sorgt das MieterTicket für finanzielle Entlastung bei jenen Mieterinnen und Mietern, die schon jetzt den ÖPNV nutzen – und ist gleichzeitig ein Anreiz für Neukundinnen und -kunden, auf Bus und Bahn umzusteigen“, sagt NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. „Damit ist auch das MieterTicket-1889 ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Verkehrswende in Kassel und Nordhessen.“

Parallel zum DeutschlandTicket soll die Pilotphase des Mietertickets zunächst zwei Jahre dauern. In dieser Zeit beobachten die Projektpartner die Entwicklung der Nachfrage und die Wirkung auf die Verkehrsmittelwahl der Mieterinnen und Mieter der 1889. Eine Fortsetzung des Projekts wird von allen Partnern ausdrücklich angestrebt. NVV und KVG erhoffen sich auch eine Signalwirkung für weitere Institutionen, die von einem guten ÖPNV-Angebot in Verbindung mit weiteren multimodalen Verkehrsdienstleistungen wie z. B. Bike-/Carsharing profitieren.