Klimaneutrale KVV

Alle reden vom Klima – wir tun etwas

Die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH und ihre Töchter sind seit 2012 klimaneutral. 
Der TÜV Nord hat die Unternehmen der KVV-Gruppe geprüft und als klimaneutral zertifiziert. Und in Folge als erstem kommunalen Stadtkonzern in Deutschland das renommierte Siegel verliehen.

Wie geht das?

Schließlich bedingen die Energieerzeugung und Verteilung oder die vielen Fahrten für inzwischen mehr als 44 Millionen Fahrgäste die Emission von klimaschädlichem CO2.

Die Antwort:

Die Unternehmen der KVV-Gruppe ermöglichen Umweltprojekte, die genau die Menge Emissionen einsparen, die sie selbst emittieren. Im Gegenzug werden die Unternehmen klimaneutral gestellt.

Das Vorgehen und die Kriterien

Klimaneutral stellen bedeutet, dass die Treibhausgas-Emissionen, die beispielsweise bei der Herstellung eines Produkts oder bei einer Dienstreise entstehen, durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Dafür werden Klimaschutzprojekte unterstützt, die strenge Auflagen erfüllen müssen. Im Gegenzug erhalten sie CO2-Gutschriften. Das zentrale Kriterium ist Zusätzlichkeit.

Das bedeutet, dass Projekte nur dann CO2-Gutschriften erhalten dürfen, wenn sie über den Kapitalmarkt nicht finanzierbar, also nicht durchführbar wären. Diese Klimaschutzprojekte benötigen also Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Gutschriften, damit sie realisierbar werden. Weitere Kriterien für die Ausschüttung von CO2-Zertifikaten sind:



  • dauerhafte Einsparung von Treibhausgasen
  • messbare Einsparung von Treibhausgasen
  • Prüfung durch externe Gutachter
  • keine Emissionen aufgrund des Projekts an anderer Stelle
  • keine Doppelzählung der Emissionsminderung für andere Zwecke.
  • Vereinte Nationen, Kyoto-Protokoll und CO2-Zertifikate

Wenn eine Organisation CO2-Zertifikate kauft, ermöglicht sie damit dem Projektbetreiber, sein Projekt durchzuführen und so Emissionen einzusparen. Das politische Ziel des CO2-Markts ist es, Emissionsminderungen dort durchzuführen, wo mit einem Euro die größten Einsparungen von Treibhausgasen möglich sind. Zu diesem marktwirtschaftlichen Mechanismus haben sich die Vereinten Nationen mit dem Kyoto-Protokoll entschieden.

Vermeiden, vermindern, kompensieren

Natürlich versuchen wir Emissionen - so gut es geht - zu vermeiden bzw. dort, wo wir Spielraum haben, zu vermindern. Einige Emissionen sind allerdings unausweichlich. Also haben wir sämtliche noch anfallenden Emissionen auf Basis zahlreicher klimarelevanter Kriterien ermittelt. Darunter den Energiebedarf sämtlicher Liegenschaften (Strom, Gas, Fernwärme) einschließlich der Wasserverbräuche und des Abwassers, die Geschäftsreisen und die Arbeitswege der Mitarbeiter, den Papierverbrauch wie auch die Emissionen sämtlicher Fahrzeuge. Dabei erfolgt die Betrachtung nach der finanziellen Kontrolle.

  • Die KVV GmbH hat im Jahr 2011 rund 181 Tonnen CO2 emittiert. In Summe haben alle Töchter (Städtische Werke AG, KVG, KVV GmbH und Netz + Service GmbH) Projekte für 15.855 Tonnen CO2e neutralisiert.
     
  • Im Jahr 2012 wurden die Gesamtemissionen auf 15.116 Tonnen CO2e reduziert. Auf die KVV GmbH entfielen 151 Tonnen.
     
  • 2013 stiegen die Gesamtemissionen auf 15.415 Tonnen CO2e, bedingt durch die Zusatzleistungen für den Hessentag an. Durch Umstrukturierungen innerhalb des KVV-Konzerns entfielen auf die KVV 322 Tonnen CO2e.
     
  • 2014 wurden der KVV GmbH 189 Tonnen CO2e zugeschlagen. Zudem wurde festgestellt, dass im Vorjahr eine Überkompensation stattfand. Die Gesamtemissionen (Städtische Werke AG, KVG, KVV GmbH und Netz + Service GmbH) betrugen 14.854 Tonnen CO2e, was - über die Jahre betrachtet - eine stete Reduzierung der Kohlendioxid-Ausstöße darstellt.
     
  • Für das Jahr 2015 wurden für die KVV 183 Tonnen CO2e neutralisiert. Die Gesamtemissionen (Städtische Werke AG, KVG, KVV GmbH und Netz + Service GmbH) betrugen 16.008 Tonnen CO2e. 
  • 2016 sanken die Emissionen in allen Unternehmensgruppen signifikant. Für die KVV GmbH wurden 165 Tonnen CO2e kompensiert. Das Gesamtvolumen aller kompensierten Emissionen lag bei 14.351 Tonnen CO2e. Mit ein Grund für die geringeren CO2-Emissionen war der sehr geringe Primärenergiefaktor der Kasseler Fernwärme, der 2016 zum Tragen kam.

Kompensierte Emissionen der KVV GmbH

Der unverhältnismäßig hohe Anstieg in 2013 wurde durch den Papierverbrauch hervorgerufen, der in diesem Jahr nach Vorgaben des Auditors komplett der KVV GmbH zugeschlagen wurde.

Kompensierte Emissionen aller Unternehmen

Der Anstieg der CO2-Emissionen in 2013 wurde durch den Hessentages verursacht. Viele der 1,8 Millionen Besucher nutzten den ÖPNV, um die verschiedenen Veranstaltungsorte zu besuchen. In 2015 wurde ein anderer Primärenergiefaktor für Fernwärme (UBA) eingesetzt, der weit über dem Kasseler Wert liegt und zur Überkompensation führte.
Der bereinigte Trend (ohne 2013 und 2015) zeigt, dass die Bemühungen, CO2-Emissionen zu vermindern, vom Erfolg gekrönt sind. 

Klimaprojekte der KVV

Die KVV hat sich für zwei Projekte entschieden, mit denen große Mengen CO2 eingespart werden: